Unter den Jahreskreisfesten verstehen wir acht gleichmässig aufs Jahr verteilte Feste. Wir haben gemerkt, dass uns eine Verbindung zur Natur sehr wichtig ist. Eine Art, diese Verbindung zu stärken, ist das Feiern von ebendiesen Jahreskreisfesten. Der Ursprung ist etwas unklar. Fest steht aber, dass es in Europa bereits eine lange Tradition hat, die Jahreskreisfeste zu feiern und so den Kreislauf der Natur zu würdigen. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Jahreskreisfeste als Tradition. Zu den einzelnen Festen werden im Verlauf des Jahres 2019 jeweils eigene, detailliertere Artikel folgen.

Worum geht es bei den Jahreskreisfesten?

Die Jahreskreisfeste bestehen aus je vier Sonnen- und Mondfesten, die sich verteilt übers Jahr abwechseln. Die Sonnenfeste orientieren sich am Stand der Sonne, also am längsten oder kürzesten Tag und an den Tag-und-Nacht-Gleichen. Die Mondfeste sind genau zwischen die Sonnenfeste gelegt und orientieren sich je nach Auslegung an genauen Daten oder an bestimmten Monden. Dazu aber mehr in den jeweiligen Artikeln. Dadurch ergibt sich ein sechswöchiger Rhythmus der Feste. 

Die Herkunft

Häufig findet man die Aussage, dass diese acht Feste von der keltischen Kultur stammen. Uns ist es aber wichtig, zu verstehen zu geben, dass wir über die Kultur der Kelten praktisch nichts wissen, da sie nichts aufgeschrieben haben. Die Namen dieser Feste, wie Mabon, Samhain etc., stammen eher aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Wiederbeleben der heidnischen, keltischen oder germanischen Traditionen nennt man auch Neopaganismus. Die grösste Bewegung in diesem Rahmen ist die Wicca-Bewegung.

Kurzer Einschub: Wir möchten hier erwähnen, dass wir keiner dieser Bewegungen angehören. Wir finden es lediglich sinnvoll, sich den eigenen Wurzeln zuzuwenden und naturverbundene Bräuche und Rituale zu haben. Diese können durchaus von den Kelten oder Germanen stammen. Für uns ist das Wichtigste, dass es sich für uns stimmig anfühlt und wir einen direkten Bezug zu unserer Umwelt fühlen können. Die Feiern der Jahreskreisfeste sind also immer unsere eigenen Interpretationen von Überlieferungen, Mythen und Vermutungen. Wir übernehmen die Bezeichnungen der Mondfeste aus dem Irischen, weil diese am Weitesten verbreitet sind.

Trotz allem ist es eindeutig, dass bereits vor mehreren tausend Jahren Menschen die Jahreskreisfeste gefeiert haben. Und dies nicht nur in der Region der Kelten und Germanen.

Parallelen zu anderen Kulturen

Auf unserer Reise durch Lateinamerika sind wir in Kontakt mit den Kulturen der Inkas und der Mayas gekommen. Dabei haben wir Parallelen zum Jahreskreis festgestellt.

In den Andenregionen feiern die Nachkommen der Inkas am 24. Juni das grösste Fest des Jahres, genannt Inti Raymi (Sonnenfest). Für sie beginnt hier das neue Jahr, denn auf der Südhalbkugel werden die Tage jetzt wieder länger. Die Inkas haben sich auch bei ihren Bauwerken an der Sonne orientiert. Die Sonne ist für sie heilig, da sie Leben schenkt. Bei Info-Peru findest du mehr Informationen zum Sonnenkult der Inkas und ihren Nachfahren.

Auch die Mayas waren eine Kultur, die den Lauf der Sonne studiert und geehrt hat. Sie haben beispielsweise ihre Zwillingspyramiden ebenfalls so gebaut, dass an den Tag-und-Nacht-Gleichen die Sonne genau hinter einer der zwei identischen Pyramiden aufgeht. 

Unsere Erfahrungen mit den Jahreskreisfesten

Unsere erste Zeremonie durften wir am 21. September 2018 abhalten. Kurz davor haben wir beide ein Buch gelesen, in dem die Jahreskreisfeste in Verbindung mit Naturgeistern vorkamen. Wir feierten die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche in Guatemala mit ein paar wenigen Menschen. Es hat uns aber überwältigt, wie viel Kraft wir bei diesem Ritual spüren konnten. Nach der Zeremonie hatten wir beide Mühe einzuschlafen, da die Energie noch immer in uns war. Dies gab uns die Zuversicht, dass solche Jahreskreisrituale ein sehr geeigneter Weg sind, um mit dem Spirituellen in Kontakt zu kommen.

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